| « Der 5.Sprung (Level 5.1) | Der dritte Sprung ( Level 3 ) » |
Nach vielen langen Wartenzeiten, aufgrund windiger Verhältnisse, auf dem Sprungplatz war es endlich soweit und wir konnten gegen 11:40 in die Cessna U 206 G Soloy steigen und ich konzentrierte mich auf meinen vierten Sprung. Die U 206 so merkte ich beim Einsteigen ist doch um einiges kleiner wie die Pilatus, insbesondere das Trittbrett außen am Flieger wirkte sehr klein. Mein Sitzplatz direkt neben dem Piloten war allerdings super bequem und Platz war auch genug vorhanden, ich hatte wohl den günstigsten Platz erwischt. Da ab Level vier nur noch ein Sprunglehrer notwenig ist saß vor mir Uwe mit dem ich das erste mal springen würde. Am Boden hatten hatten wir bereits den Sprungablauf durchgesprochen, im Steigflug bei 1700m zeige ich Uwe meinen Höhermesser zum vergleich und deute das Abwinken an. Dann fragt Uwe nochmal ab ob ich mir den Sprungablauf eingeprägt habe ( Ceckout, Prob, Rauf-Runter-Raus, stabilisieren und Beobachrungskreis durchführen, 90° Drehung nach rechts drehen, Höhenmesser, 90° nach links drehen, Höhenmesser, bei 2000 Metern Kopfschütteln und bis zum Abwinken und Pullen bei 1700m den Höhenmesser beobachte). Bei 3500 Metern Flughöhe mache ich mich langsam fertig und ziehe Brille und Helm an. Uwe schaltet den Funk ein und verstaut das Gerät in meiner Kombi. Bei 4000 Metern wird die Türe nach oben gerollt und die anderen Springer verlassen nach und nach das Flugzeug.
Uwe klettert aus dem Flieger und wartet an der Tür auf mich, ich positioniere mich ebenfalls auf dem Tritt und atme durch, man es ist schon viel enger beim Ausstieg wie in der Portas, nun merke ich erst wie eng es wirklich ist. Aber es geht und ich hole mir beim CheckOut ein OK, schaue zur Nase des Flugzeugs und rufe Prob. Ich deute ein Rauf Runter an und Springe in den Flugwind. Ein normaler Absprung denke ich noch und nehme die Stabile-Freifallhaltung ein, ich kontrolliere nochmal meine Fußhaltung und mache den Beobachtungskreis und bekomme bei 3700 Metern das OK von Uwe. Dann leite ich durch leichtes drehen des Oberkörpers die Drehung nach rechts ein, bei gut 90° stoppe ich die Drehung und kontrolliere die Höhe, Uwe flieg neben mit und ich kann ihm in die Augen schauen. Ein geniales Gefühl jemanden im Abstand von weniger als einen Meter jemanden neben sich zu sehen der ebenfalls mit knapp 200 Stundenkilometern zu Boden stürzt. Genug genossen und ich schaue nach links und leite die Drehung ein. Die Linksdrehung ist etwas unruhiger nicht instabil aber es wackelt ein wenig. Bei 90° stoppe ich die Drehung und kontrolliere den Höhenmesser, 2400 Meter ich schaue nochmal nach rechts zu Uwe und lasse meinen Blick einmal über den Horizont streichen, Höhenkontrolle und gleich sind die 2000 Meter erreicht, meine Augen bleiben auf dem Höhenmesser, bei 2000 Metern zeige ich Uwe durch Kopfschütteln das ich die 2000 wahrgenommen habe. Bei 1700 Metern winke ich ab, drücke nochmal das Hohlkreuz nach und Pulle.
Der Schirm öffnet sich und wie beim ersten Sprung sind die Hauptleinen eingedreht, nach einer Drechung um die eigene Achse sind die Leinen wieder im normalen Zustand, ich löse die Lenkleinen und kontrolliere den Luftraum, keiner in meiner Nähe zu sehen. Ich suche die Landewiese und entdecke Uwe einige hundert Meter unter mir. Nachdem ich die Landewiese gefunden habe beginne ich ein paar Kreise zu drehen, per Funk höre ich dann das ich eine 360° Drehung nach rechts machen soll, ich drehe und höre Funk ein OK, dann schau ich mir die Landschaft an und beobachte die anderen Fallschirme unter mir, Uwe macht einige schnelle Drehungen und ich sehe das er schon über der Landewiese ist und den Anflug einletet. Schon beeidruckend wie schnell man Höhe abbauchen kann durch die Drehungen, aber das dauert wohl noch bis ich mich an solche Geschichten ran wage, jetzt genieße ich noch die Fallschirmfahrt in völlen Zügen. Bei knapp 500 Metern orientiere ich mich in Richtung Landewiese, am Ende der Wiese drehe ich ein und kreuze über der Wiese hin und her, bei 100 Metern bekomme ich per Funk die Anweisung den Landeanflug zu beginnen, ich fahre ein Stück mit dem Wind und drehe dann gegen den Wind in Richtung Landewiese und konzentriere mich. Ich lande auf dem Ausgesuchten Punkt und stehe die sanfte Landung.
Im Nachhinein kommt mir der Sprung vor wie aus dem Bilderbuch, ich bin absolut Happy und nachdem auch noch Uwe ein Lob ausspricht schwebe ich im siebten Himmel obwohl ich doch eben erst aus diesem wieder zurück zur Erde gekommen war. Wieder auf dem Platz freue ich mich auf den 5. Sprung, der jedoch muß verschoben werden da der Wind immer stärker wird und die Sprunglehrer entscheiden das keine Schüler mehr springen. Wir Schüler üben dann noch ein wenig Schirm packen und beenden den Tag ohne einen zweiten Sprung.
Trackback-URL (Rechtsklick und Verknüpfungs-/Link-Adresse kopieren)
Formular wird geladen...