Kategorie: "Fallschirmspringen"

24.04.07

  22:32:34, von Thomas   , 58 Wörter  
Kategorien: Fallschirmspringen

Fotoalbum und Videos

Leider bin ich zur Zeit arg mit Arbeit eingedeckt und die Berichte von meinen Level 2 und Level 3 Sprüngen müssen noch ein wenig warten. Aber die Fotos und Videos vom ersten Wochenende beim Fallschirmspringen in Grefrath habe ich heute in unser Fotoalbum eingespielt. Fotoalbum Fallschirmspringen
Ich denke es werden noch viele schöne Fotos und Videos folgen.

22.04.07

  10:09:28, von Thomas   , 2295 Wörter  
Kategorien: Fallschirmspringen

Der erste Sprung; Freifall aus 4000 Meter

Thomas am Schirm
Es war soweit, die Pilatus Porter stand zum tanken auf dem Flugplatz und wir konnten vor dem eigentlichen Einstieg sogar noch mal den Ausstieg aus dem Flugzeug trocken am Gerät üben. Es war schon beeindruckend und das hintere Fahrwerk war schon ziemlich nahe an der Tür, ob das wohl passen mag dachte ich mir. Aber müsste eigentlich waren doch heute schon dutzende Sprünge gemacht worden und keine hatte was Beulen oder blauen Flecken erzählt. Dann alle Einsteigen und der enge Innenraum füllt sich mit 9 Solospringern, 10 gehen rein zumindest sollte es so sein nur es war auch zu neunt schon eng, aber es ging. Dann wurde die Turbine angeworfen und die Türe geschlossen. Start und Aufstieg verliefen butterweich und ab 300 Meter Höhe durften wir die Helme noch mal abnehmen. Steve mein Sprunglehrer zu linken fragte mich noch mal nach ein wenig Smalltalk das Programm ab. Darauf war ich gar nicht vorbereitet ich schaute eher verträumt aus dem Fenster. Programm: ( Checkin, Checkout, Prob, rauf runter raus, Höhenmesser ablesen und dem Lehrer zur Linken ( Steve ) die Höhe zubrüllen und auf Ok warten, dann zum rechten Sprunglehrer ( Patrick ) schauen und OK abholen, Höhenmesser, drei Scheinauslösungen absolvieren, Höhenmesser Kontrolle, genießen und sich über die Aussicht freuen dabei den Höhenmesser nicht vergessen, bei 2000 Meter mit dem Kopf wackeln und den Höhenmesser ab hier nicht aus den Augen lassen, bei 1700 Metern abwinken und den Fallschirm auslösen, 1001 1002 1003 Kappencheck, Luftraumkontrolle, orientieren und schauen wie sich so ein Fallschirm fahren lässt.
Das war die Theorie und die Praxis ???
Bei 4000 Meter wird die Tür geöffnet und da ich hinter der Tür Flugzeug saß bekannt ich eine frische und offen gesagt auch kalte Priese ab. War ich doch zu dünn mit T-Shirt und Sprunganzug angezogen ? Die drei Solospringer verließen das Flugzeug und ich stellt mit freudigen Augen fest, das hintere Leitwerk ist absolut keine Gefahr, sobald man vom Flugzeug weg ist geht es steil nach unten. Dann war Karl mein Schülerkollege an der Reihe, von den Kommandos konnte ich nichts hören, lag aber an den Windgeräuschen und der Ausstieg sah aus wie geübt. Dann das Kommando von Steven nach vorne zu krabbeln, auf allen vieren krabbel ich in Richtung Tür und schaue Steven an der mich von der ersten Krabbelbewegung an fest am Beingurt gepackt hat. Hätte ich es nicht gesehen hätte ich den Griff gar nicht bemerkt, an der Tür angekommen
(... gleich geht's weiter muss nun los ... bin zurück)
warte ich auf das Kommando in die Tür von Steve, Kommando erfolgt ich greife mit der linken Hand innen an den Türholm und unterstütze mit der rechten Hand. Dann stelle ich den rechten Fuß auf das Trittbrett außen an der Pilatus, es folgt der linke Fuß ( vor den rechten ) und es war ein sehr merkwürdiges Gefühl, der Wind drückt den Körper leicht ins Flugzeug zurück. Ich schau Steve innen an und SCHREIE Chekin und vernehme ein OK, ich schau zu Patrick und SCHREIE Checkout auch hier kommt OK. Kopf in Richtung Propeller und wieder SCHREIE ich PROP.... Dann SCHREIE ich Rauf runter und springe seitlich ohne weiteres nachdenken aus der Türe, wie gelernt fast automatisch nehme ich die stabile X-Lage ein, Hohlkreuz, Becken durchgedrückt, Arme gute 90° angewinkelt über den Kopf. Erstaunlich schnell merke ich es ist ein tolles Gefühl und schon suche ich den Höhenmesser an meinem Handgelenk. Jepp ich musste wirklich erstmal ein wenig genauer hingucken bis ich ihn an meinem Handgelenk sehe, aber ablesen konnte ich Ihn gut. 3800 Meter lese ich und schaue unter meinem linken Arm durch zu Steve und Brülle 3800, Steve grinst und zeigt mir mit den Fingern ein Viktory-Zeichen ohhh richtig ich sollte ja die Beine leiht angewinkelt nach hinten halten. Meine Unterschenkel dagegen schweben ohne Spannung ( vermutlich im 90° Winkel ) nach oben, also währen ich Steve weiter anschaue drücke ich die Beine weiter durch, dann zeigt Steve mit seine Handfläche von oben und ich vergrößere noch ein wenig das Hohlkreuz. Man war das angenehm, währen der Übungen auf dem Bock war es super anstrengen das Hohlkreuz ordentlich zu machen und länger zu halten, jetzt in der Luft ist es eine sehr angenehme Haltung da der Wind am Körper vorbei streicht und eine super Unterstützung ist. Steve zeigt mit ein OK und ich schau unter den rechten Arm durch zu Patrick, er gibt mir auch ein OK und ich richte den Kopf nach vorne in leicht in den Nacken, lese noch mal den Höhenmesser ab. Dann beginne ich meine drei Scheingriffe, langsam bewege ich die linke Hand zum Kopf, zeitgleich geht die rechte Hand zu meinem Po, rutsche leicht hoch und greife an den Lederball der am Öffnungsschirm befestigt ist. Dann gehen beide Arme langsam zurück in die stabile X-Lage. Das ganze Wiederhole ich noch zweimal und schau dann auf den Höhenmesser. Ich schaue nach vorne und auch nach unten und nehme so halbwegs die Umgebung war, dann schau ich wieder auf den Höhenmesser und lese ab das wir schon bei 2100 Metern sind. Meine Augen verharren auf dem Höhenmesser um die 2000 nicht zu verpassen, 2000 Meter lese ich und schüttele den Kopf, meine Augen sind auf den Höhenmesser eingefroren 1900 1800 1700 und ich Winke einmal mit den Armen, aus der X-Lage greifen ich mit der rechten Hand zu meinem Po und die linke Hand geht schon wie automatisch zum Kopf. Ich greife den Lederball und ziehe den Öffnungsschirm aus der Tasche unter dem Fallschirm und meine Arme nehmen wieder die stabile X-Lage ein. Upps schießt es durch meinen Kopf, ich soll doch den Öffnungsschirm hinten mit gestrecktem Arm loslassen bzw. wegwerfen, ich lasse den Lederball los und verstärke nochmal das Hohlkreuz. Es ruppelt ein wenig, ich höre merkwürdige Geräusche und dann ruckelt es noch mal etwas fester am Körper. Ich merke das ich mit den Füßen nach unten hänge und verspüre an den Beingurten einen leichten Druck. Ich schaue nach oben, höre ein recht lautes Flattergeräusch und sehe einen großes blau gelbes Gebilde über mit. Auf den zweiten Blick stelle ich erst fest das die Leinen über mir verdreht sind, es sah nach mehreren Verdrehungen aus aber wie viele? Keine Ahnung. Wie gelernt greife ich zu meinem Verwundern sehr ruhig an die Haltegurte über den Kopf und will diese locken auseinander drücken. Locker von wegen die Gurte bewegen sich keinen Millimeter. Ich drücke die Gurte mit aller Kraft auseinander und fixiere die Augen auf die Leinen, nach einer guten Sekunde stelle ich fest wie im Zeitlupentempo beginne ich mich zu drehen. Ohhhhh es funktioniert. Ob es nun 1 mal, zweimal oder gar dreimal rum geht kann ich nicht mehr sagen, nur es ruckelt auf einmal noch mal und ich schaue hoch und weiß nun, so sieht ein gut und perfekt geöffneter Fallschirm aus. Ich schaue durch die Gegend und sehe zunächst niemanden, dann greife ich an die Lenkleinen und löse diese aus den Klettverschlüssen. Ich schaue in Richtung Sonne, da müsste eigentlich irgendwo die Landewiese zu erkennen sein, ich sehe weit schräg unter mir Fallschirme, ich denke da muss wohl auch irgendwo die Wiese sein. Nach ein paar Sekunden sehe ich den Verteilerkreis und daneben die richtige Wiese. Dann beginnen meine ersten Lenkversuche, mir kommt es sehr sehr langsam vor, es dreht sich zwar mein Schirm, aber so langsam habe ich mir das alles nicht vorgestellt. Die Wiese war noch weit weg, mein Höhenmesser zeigt gut 1000 Meter an und ich versuche mich von der Sonne weg zu drehen, klappt auch zwar langsam aber es geht, ich merke beim Blick über die Fußspitzen das ich mich minimal bewege und leite eine weitere Drehung zurück in die Sonne ein. Am rechten Ohr höre ich was piepsen und konzentriere mich darauf, aber außer PIEP PIEP PIEP iss nichts zu verstehen. Mit ein paar kurven links und recht ( links rum ging meiner Meinung nach besser ) fliege ich bereits in Richtung Verteilerkreis und bin bei gut 500 Metern da wo ich hin wollte über dem Anfang der Wiese. Es Piepst immer noch im rechten Ohr, hin und wieder auch ein Rauschen aber eine Stimme kann ich nicht vernehmen, noch zwei drei Kurven und ich komme so langsam bei 200 Metern an. Ich halte mich bereits am Anfang der Wiese auf und fahre mit dem Schirm seitlich etwas über die Wiese hinaus, ich nehme bewusst war das auch die Wiese hinter der kleinen Baumreihe einen recht großen Eindruck macht, nach einer Linksdrehung orientiere ich mich wieder in Richtung Landewiese und werde etwas unsicher, wie lange wir es nun noch dauern bis es zu Landung kommt. Ich überquere die Baumreihe und merke das ich ziemlich in der Mitte von der Wiese bin. Ich überlege noch mal eine Kurve gegen den Wind zu machen, schön wäre nun ein Kommando per Funk aber es ist nur Piepsen zu hören zwar viel Piepsen aber keine Stimme. Ich erinnere mich wir haben gelernt in niedriger Höhe werden keine starken Lenkbewegungen gemacht. Aber was ist nun eine starke Lenkbewegung ? ich schaue auf die Wiese, sehr Hoch war ich nicht mehr. Es schießt mir in den Kopf, Blick 45° nach unten und man sieht in etwa den Punk wo man Landet, ich sehe die einen Punkt 10-20 Metern vor dem Ende der Wiese. Ich entscheide für mich, keine Kurve mehr sondern ich fixiere meinen Landepunkt. Es geht mit durch den Kopf hoffentlich stimmt das mit den 45° denn ich erkenne am Ende der Wiese einen Zaun, hinter dem Zaun ein etwas breiteren Bach. Es langsam vorwärts und tiefer .... aber ich stelle fest es geht wirklich relativ genau auf den ausgesuchten Punkt zu. Mein Blick geht wieder um Zaun.. mhmm das müsste passen, Augen sind schon wieder am Landepunkt und gehen von da nicht mehr Weg. Der Boden kommt näher und näher aber langsam. Die letzten Meter und je näher der Boden kommt um so mehr ziehe ich die Lenkseile nach unten. Meine angewinkelten Beine berühren Gras und ich ziehe die Leinen durch, mit etwas Verzögerung fühle ich einen Widerstand an den Füßen und ich stehe auf und stelle mit Erstaunen fest, ich bin stehen gelandet, dann mach ich noch einen Schritt vor und sehe wie der Schirm vor mir in das Kniehohe Gras fällt.
Ich glaube an der Stelle ging mein Grinsen bis zu den Ohren und ich fühle mich wie ein König. Ich blicke noch mal zum Zaun und es waren noch 15 Meter Platz, alles war wie man es uns erzählt hat. Ich kram meinen Schirm zusammen und drehe mich in Richtung dem VW-Bus der uns zurück zum Platz fährt. Da wird mir ganz anders das war weit, verdammt weit über die Wiese zu laufen. Nach den ersten Schritten merke ich das wird verdammt anstrengend ein so weites Stück durch das hohe Gras zu laufen. Aber ich fühle mich so GUT, das bin mir sicher auch das werde ich noch schaffen. Während des Laufens höre ich dann rufe und schaue zur Straße, der Bus oh denke ich das ist fein und ändere sofort meine Richtung zur Strasse hin. Glück gehabt ich brauch nur einmal quer über die Wiese und kann ins Auto einsteigen. Es schauen mich durchweg grinsende Menschen an, nicht nur mein Schülerkollege auch die Lehrer grinsen und freuen sich. Alle sind mit guten Landungen und gutem Flug wohlbehalten unten angekommen. Und es war unser erster Sprung aus 4000 Metern absolviert. Es war ein gigantisches Erlebnis und für mich steht fest das es nicht der letzte Sprung war.
Auf dem Platz angekommen vergesse ich sogar das ich Raucher bin, erstmal zu Steve und Patrick ich schaue die beiden an, beide grinsen; und frage ich ? Super höre ich und wie war es für Dich fragt Steve? Ich grinse bis über beide Ohren und Frage zurück muss ich darauf Antworten ? So was Geiles schießt es aus mir raus, das war genial und es gibt nichts zu überlegen morgen bin ich wieder dabei. Schön höre ich, und ein "war auch ein guter Flug".
Beim Nachbriefing gehe ich mit Steve noch mal den kompletten Flug ab dem Kommando in die Türe durch. Ich konnte fast den kompletten Flug wiedergeben auch den Fehler beim Auslösen habe ich bewusst selbst erkannt was Steve als sehr positiv bewertete. Was ich nicht 100%ig wiedergeben konnte ist die Phase nach den drei Scheingriffen bis zum ablesen von 2100 Metern, ich wusste noch das ich mehrfach auf den Höhenmesser geschaut habe aber das ich Blickkontakt mit Steve hatte und die Höhe direkt nach den 3 Scheingriffen konnte ich nicht wiedergeben. Steve sagte nur das seid absolut normal und das meist noch viel mehr fehlen würde beim ersten Sprung. Als er dann sagte das wir noch mal Blickkontakt hatte und ich Ihn wohl angegrinst habe kam es mir vor als sei es so gewesen, aber ich hätte es nicht wiedergeben können. Aber viel Glücklicher kann man eigentlich nicht sein, es hat super Spaß gemacht ich bin sauber gelandet und dann noch von den Sprunglehrern gelobt werden, PERFEKT.
Der erste Sprung war schon genial, die Level 2 und 3 Sprünge habe ich beide noch gestern am Sonntag gemacht und ich muss sagen, der Spaß nimmt zu. Aber dazu kommen auch noch meine Erfahrungsberichte im laufe dieser Woche, der Alltag hat mich eingeholt und ich muss arbeiten.

  09:47:59, von Thomas   , 546 Wörter  
Kategorien: Fallschirmspringen

Der erste Sprungtag, Vorbereitung auf den 1. Sprung

Gestern am 21.04.2007 war es soweit, wir Schüler die am 14.04.07 die theoretische Ausbildung begonnen haben, sollten zum ersten Sprung antreten. Treffen um 9:00 Uhr, nochmal die Theorie ein wenig vertiefen, dann ein paar Trockenübungen und anschließend mit den uns zugeteilten Sprunglehrern ab in die Luft. So war der Plan der ausgegeben wurde und auch eingehalten worden ist. Am Morgen war auf dem Flugplatz ein wenig Unruhe zu bemerken, es waren schon um 9:00 Uhr sehr viele Springer vor Ort, das war wohl auf den ersten Tag der Saison zurück zu führen. Viele brauchten nochmal einen Überprüfungssprung mit Sprunglehrer da noch keine Lizenz erworben wurde, und auch einige Tandem Master mußten einen Sprung mit Sprunglehrer machen da Sie den Winter über nicht gesprungen waren. Vielleicht eine strenge Vorschrift das selbst Leute mit tausenden Sprüngen sich nochmal überprüfen lassen müssen, aber sicherlich nicht zum Nachteil in Bezug auf Sicherheit. Dann eine schlechte Nachricht, zwei Sprunglehrer sind krankheitsbedingt ausgefallen. Aber einen Tag danach kann man sagen, die verbleibenden Sprunglehrer haben den Tag suverän gemeistert und alle sind in die Luft gekommen, vielleicht mit ein bischen Verspätung aber bei sonnigem Wetter, wenn auch nicht gerade immer sehr warm, war der Tag am Flugplatz für uns Schüler nicht langeweilig sondern entspannend und angenehm.

Nachdem wir Schüler den Fragebogen nochmal in aller Ruhe durchgegangen sind stellten sich noch Fragen ein die besprochen wurden. Gar nicht schlecht wenn man zwischen der Theorie und dem Sprung nochmal ein Woche hat, man brennt zwar auf den ersten Sprung aber in der Woche konnte man alles nochmal verarbeiten und über die eine oder andere Sache nachhacken. Dann wurde die Landewiese nochmal begutachtet, diesmal jedoch mit Springern im Landeanflug. Sah schon klasse aus, würden wir es auch so hinbekommen ? Die ersten Landungen von Sprunglehren und Kameraleuten sahen schon verdammt schnell und rasant aus, aber nach den ersten Landungen von Schülern haben wir gesehen das ganze kann man auch in Ruhe und langsam erledigen. Dann gings zurück auf den Flugplatz und wir haben uns passende Anzüge ausgesucht. Firsch eingekleidet begannen wir mit Trockenübungen an einem Bock auf dem wir die Freifallhaltung übten und unser Programm durchgingen. Anschließend ging es zur Flugzeugatrappe und der Ausstieg wurde im Detail besprochen. Die Atrappe wirkte recht klein, wie sich später zeigte war die Realität noch viel kleiner .... man ist sonn Flugzeug, in unserem Fall eine Pilatus Porter PC-6 in der 10 Springer Platz finden eng. Dabei zählt die Maschine schon zu den größeren, kaum vorstellbar das es noch enger geht. Aber der Flug, die Aussicht und das angenehme freundschaftliche Verhältnis der Springer untereinander macht den Aufstieg auf 4000 Meter zu einem angenehmen Erlebnis.
Durch die ausgefallenen Sprunglehrer verschob sich der anvisierte Zeitplan für uns Schüler um 2-3 Stunden nach hinten, belohnt für unsere Gedult wurden wir alle mit einem erfolgreichen Level 1 Sprung den wohl keiner von uns so schnell vergisst... es war einfach nur perfekt und um den Rahmen hier nicht zu sprengen werde ich dem eigentlichen Sprungbericht einen eigenen Eintrag gönnen.
Soviel vorweg, das war so GENIAL, das ich mich gleich auf den Weg machen muss nach Gefrath damit ich heute meinen zweiten Sprung erleben darf !

19.04.07

  22:06:01, von Thomas   , 336 Wörter  
Kategorien: Fallschirmspringen

Disziplin, Grundvoraussetzung im Fallschirmsport

Eines der ersten Themen in der Ausbildung zum Fallschirmspringen kann unter dem Begriff Disziplin zusammen gefasst werden.
Im Volksmund so musste ich erfahren hält man den Fallschirmsport für gefährlich und man ist schon fast froh wenn man nicht als Selbstmörder angesprochen wird, warum ? Ist mir ein Rätsel. Nachdem ich mich nun ein wenig mit der Materie auseinander gesetzt habe bin ich wie auch viele andere davon überzeugt, Fallschrimspringen ist nicht gefährlicher wie jede andere Sportart, im Gegenteil es gibt bestimmt etliche Sportarten bei der das Verletzungsrisiko ( man denke ans Motorradfahren ) um einiges größer ist. Jedoch sollte man bedenken das ohne grundsätzliches Wissen allein das Bewegen auf einem Flugplatz Riskant ist. Auch einer der ersten und eindringlichsten Hinweise in der Ausbildung lautete : Ihr habt als Schüler nichts, absolut rein gar nichts, alleine ohne euren Ausbilder auf dem Flug zu suchen !. Das ganze hört sich erstmal überzogen an, aber wenn man anfängt nachzudenken macht es schon sinn, denn die Gefahren auf einem Flugplatz sind schon erheblich, ein Kontakt mit einem Propeller haben die wenigsten bisher überlebt. Daher auch direkt eine weitere wichtige Regel, nähere dich immer nur von hinten oder von der Seite an ein Flugzeug an. Sicher kann man unter normalen Umständen gut erkennen ob ein Propeller dreht und der Motro läuft, aber was ist in einer Stress Situation ? Ist man dann auch noch in der Lage die Gefahr zu erkennen, vermutlich nicht. Ist man es jedoch schon immer gewohnt von hinten oder seitlich an ein Flugzeug heran zu treten, wird man sicherlich auch in einer außergewöhnlichen Situation den sicheren Weg wählen.
Und da ist die Disziplin gefragt, immer die Grundregeln im Kopf haben nur so lernt man vom ersten Tag an den sicheren Weg und vermeidet unnötige Risiken.
Gut das Disziplin und Geduld zwei unterscheidliche Paar Schuhe sind, denn meine Geduld ist bald vorbei. Ich zähle schon fast die Stunden bis ich den ersten Sprung machen kann.

16.04.07

  18:15:41, von Thomas   , 384 Wörter  
Kategorien: Fallschirmspringen

Der zweite Tag zur Ausbildung

Der zweite Tag der theoretischen Ausbildung ist nun auch abgeschloßen und es hat wieder viel Spaß gemacht. Eigentlich war es nur ein halber Tag an dem wir viel an der frischen Luft waren und uns körperlich betätigt haben. Reine Theorie war eher weniger angesagt vielmehr ging es daraum wie der Bewegungsablauf nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug von statten geht. Um den Bewegungsablauf wirklich lernen zu können, haben wir uns einen Fallschirm angezogen und übten an einem Gerüst hängend die Abläufe. Auf die Kommandos EXIT ( Freifallhaltung einnehmen ), Push ( Auslösen der Fallschirmöffnung ), zählen (1001, 1002, 1003) und folgenden Kappencheck ( Überprüfen des Zustands vom Fallschirm) entschied Jupp ob die Öffnung Ok ist oder nicht. Bei einem ordentlich geöffnetem Fallschirm wurden die Steuerleinen gegriffen, bei einer Fehlöffnung ging es dann um die Entscheidung ob der Schirm getrennt wird und dann die Reserve gezogen wird, oder ob nur die Reserve zum Hauptfallschirm dazu gezogen werden muss. Zugegebenerweise hörten sich die Handgriffe eigentlich nicht schwierig an, aber es Bedarf doch ein wenig Übung damit die Handgriffe schnell und sauber sitzen. Aber alles über allem können alle Teilnehmer beruhigt sagen, alles richtig gemacht.
Nach den Praktischen Übungen gab es dann noch einen Film zu sehen in dem Fehlöffnungen von Fallschirmen gezeigt wurden. Bleibt zu Hoffen das keiner von uns schnell eine derartige Erfahrung machen muss, anderer Seits kann ich nicht sagen das wir Angst durch die Bilder bekommen haben, denn letztlich ist eine Fehlöffnung keine Kathastrophe sondern ein Vorkommen das man geübt hat und somit mit geplanten Handgriffen entgegen wirkt.
Dann gab es noch ein wenig Sport, für eventuelle Notlandungen bei denen es Aufgrund von Wiedrigkeiten wie Turbulenzen hinter Bäumen, oder ein hängen bleiben im Baum mal zu etwas unsanften Landungen kommt. Wir haben bei strahlendem Sonnenschein unsere Abrollversuche auf dem frisch gemähten Rasen vorgeführt. Aus der Ferne war zu sehen das wir auf der gut gefüllten Gartenterasse die Aufmerksamkeit auf uns zogen.
Nun heißt es Daumen drücken das am nächsten Wochenende auch wieder perfektes Wetter herscht damit wir unseren ersten Sprung aus 4000m Höhe angehen können, die Vorfreude steigert sich von Tag zu Tag und ich mag eigentlich nicht mehr länger warten.

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Fallschirmspringen : Wollen wir mal schauen ob ich ein neues interessante Hobby gefunden habe. Die ersten Schritte sind getan und den weiteren Verlauf kann man hier nachlesen.

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